Ein Fundstueck aus dem digitalisierten Nachschlagewerk "gefluegelter Worte". Ich habe nach was anderem gesucht und bin darauf gestossen. Hier das Zitat aus dem Woerterbuch von 1898 in seiner aeltlichen Sprache:
Für "Legende" braucht Luther "Lugenda" in seiner "Predigt am 25. Sonntag Anno 1537: "Sonderlich hat die Lugenda von den Wunderzeichen Franzisci ein Sack voll erlesener, grosser, schändlicher Lügen".
Später wurde aus Lugenda "Lügende" und "Lüg-Ente". In "Schelmuffskys Curiöser und sehr gefährlicher Reisebeschreibung zu Wasser und Lande" (1696) heisst es zu Anfang: "so wusste ich allmalen so eine artige Lüg-Ente vorzubringen". Daraus ist Ente für Zeitungslüge geworden.
Grimm jedoch sagt im "Wörterbuch": Man nennt eine in Zeitungen verbreitete, gleichsam fortschwimmende, wieder auftauchende Fabelo der Lüge heute gewöhnlich Ente; früher hiess es blaue Ente; blau ist nebelhaft, nichtig; einem etwas Blaues vormachen, blauen Dunst machen bedeutet vorlügen". Es folgen dann mehrere Belegstellen, wobei zu bemerken ist, dass auch im Französischen "canard" und im Spanischen "ánade" für Zeitungslüge gebraucht wird.
quak. soso. hier der link, da gibts sicher noch mehr.
Aus irgendeinem Grund musste ich an Samson, die kaeseverrueckte Maus denken. "Oh nein!" Sowieso sind alle Filme geilo in denen die Phrase "Ich weiss, dass es verrueckt klingt, ABER..." vorkommt.
Vielleicht sind es die vielen Eichhoernchen, die hier rumhuepfen.
Für den modernen Jet-Set Menschen werden Begriffe wie Zeit und Raum relativ. Ich in Kanada, Jenny in China, Friedrich in den USA, die Heimatzeit und die, die in ihr leben, in Deutschland.
1. Grundlagen 1.1 Raum In einem dunklen und lautlosen Raum kann keine Vorstellung darüber entstehen, welche Abmessungen selbiger hat. Ist er jedoch hell und geräuscherfüllt kann sich das Gehirn aus diesen Informationen eine Vorstellung machen, in welcher Umgebung sich sein(e) Besitzer(in) befindet.
1.2 Zeit Im Gegensatz dazu verfügt das Hirn nicht über eine Art Zeitsinn. Was Zeit ist, ist seit Urzeiten Gegenstand wissenschaftlicher und philosophischer Überlegungen. Bis heute ist es nicht gelungen, das Phänomen zu begründen. Das menschliche Empfinden, das Zeit vergehe, entspricht nicht den physikalischen 'Erkenntnissen'. Dort vergeht Zeit nicht, sie stellt irgend was anderes dar. Der witzige und eigenartige Mensch bastelt sich einen Begriff.
2. Hat also jeder Ort seine eigene Zeit? Sandford Fleming hätte widersprochen: Der Begriff verschiedener Ortszeiten ist physikalisch gesehen nicht korrekt: Wenn jeder Meridian seine eigene Zeit besässe, wie viele Zeiten würden dann an den beiden Polen koexistieren, an denen die Meridiane ja bekanntlich zusammenlaufen? Es kann eigentlich für diese Welt nur «eine» Zeit geben, und um diese ‚kosmische Zeit’ rang Fleming Jahrzehnte. 2.1 Unsere Zeit: eine neumodische Errungenschaft Fleming war kanadischer Eisenbahndirektor und er kannte daher die Sorgen seiner Schaffner gut. Diese hatten ein immer weiter wachsendes Eisenbahn-Streckennetz zu verwalten. Auch Fleming selbst ärgerte sich darüber, umfangreiche Fahrplantabellen studieren zu müssen, nur weil jeder Bahnhof seine eigene Zeit hatte! Es war nämlich durchaus möglich, dass auf einem Bahnhof zwei Züge nebeneinander standen, deren jeweils 'eigene' Zeit (die sie im Zug 'transportiert' hatten) nicht der Ortszeit des Bahnhofs entsprach!!
3. Und Jetzt: Flemings Einsatz ist es zu verdanken, dass sich im Oktober des Jahres 1894 eine internationale Kommission ‚Zeit für die Zeit’ nahm. Diese fasste den folgenreichen Beschluss, eine allgemein verbindliche Weltzeit einzuführen: Als Nullmeridian wurde der Längengrad der englischen Sternwarte in Greenwich festgelegt, ferner einigte man sich auf 24, jeweils um eine Stunde voneinander entfernte Zeitzonen. Seither beginnt der Welttag um Mitternacht am Meridian von Greenwich. Alle anderen Zeiten der Welt sind durch Flemings Bemühungen in einem verlässlichen +- Verhältnis zur GMT angegeben. Geilomat.
4. Happy Birthday! Wenn Frank am „Mi., 12.03.08, 20 Uhr, im ‚Starbowl’ (ihre Bowling-Anlage mit Herz in Heidelberg) im Landfried-Komplex, neben der Nachtschicht“ seinen Geburtstag feiert, kann ich ihm und den anwesenden Hausballrotierern aus der Ferne Kanadas um 2:00 Uhr nachts die Daumen drücken. Geilomat hoch Zwei (Uhr)!!
Zur Einstimmung zum Kegeln (auch wenn es mal wieder bitter anzuschauen ist…) ein Ausschnitt aus der Stromberg-Folge ‚Bowling’: